Der Talker in unserer Wohngruppe stand meistens im Schrank.
Nicht weil niemand ihn gebraucht hätte. Sondern weil er extrem teuer war und niemand das Risiko eingehen wollte, ihn mit in den Supermarkt zu nehmen. Weil er kein Spielzeug sein sollte. Also gab man ihn lieber gar nicht erst her. Weil Mitarbeitende Angst hatten, etwas falsch zu machen.
Die Person, für die er gedacht war, kommunizierte so gut sie konnte. Oder gar nicht.
Edmont Jüttemeier
Entwickler · SagMal
Ich habe das als Erzieher in Wohngruppen erlebt. Für meine Bachelorarbeit in Sozialer Arbeit habe ich dann angefangen, das genauer anzuschauen: Was braucht ein Talker, damit er wirklich genutzt wird?
Ich bin mit technischen Anforderungen gestartet. Irgendwann wurde deutlich, dass die Rahmenbedingungen mindestens genauso entscheidend sind. Ein Gerät, das im Alltag nicht dabei sein kann, hilft nicht. Egal wie gut es ist.
Was SagMal daraus macht
Kein Spezialgerät
SagMal läuft auf dem Gerät, das sowieso schon da ist. Kein eigenes Gerät, das weggeschlossen werden muss.
Immer dabei
Jede Bezugsperson kann die App einfach auf dem Handy haben. Der Moment, in dem jemand kommunizieren möchte, wartet nicht auf das richtige Gerät.
Ohne Einarbeitung
Angst, etwas falsch zu machen, ist einer der häufigsten Gründe für Nichtnutzung. SagMal ist so gebaut, dass man es einfach in die Hand nehmen kann.
SagMal versucht, aus dem medizinischen Hilfsmittel einen normalen Alltagsgegenstand zu machen.